Das Projekt in Bremen

Das 20. Jahrhundert gilt als das Jahrhundert der Flüchtlinge. – „Flüchtlingsstrom gestaut“, „Grenzen des Gastrechts“, „Sind wir schutzlos gegen Ausländer?“ – so lauteten Titel in der deutschen Presse Anfang der 1920er Jahre. Der Flüchtlingsbewegung aus Osteuropa nach dem Ersten Weltkrieg begegneten weite Teile der deutschen Politik und Gesellschaft ablehnend – auch in Bremen.
Forderungen nach Schließung der Grenzen, nach Abschiebung von Flüchtlingen oder Einrichtung von Internierungslagern waren weit verbreitet, ebenso wie Parolen wie „Ausländerflut“, „Überfremdung“ und „lästige Ausländer“.
Wer war „nützlich“ und durfte bleiben, wer war „lästig“ und musste gehen? Diese Zuschreibungen entschieden über die Zukunft von „AusländerInnen“. Wer oder was lästig war, bestimmten die Behörden.

Im Mittelpunkt der szenischen Lesung, dem 9. Projekt von „Aus den Akten auf die Bühne“, steht der Umgang mit „lästigen Ausländern“ der 1920er Jahre in Bremen.

Sehen Sie hier den Trailer zur Lesung:

Weitere Informationen:
www.sprechende-akten.de
www.facebook.com/sprechende.akten
www.shakespeare-company.com